Archive for Februar, 2012

Ruff ruft

München scheint aus dem Kunst-Winterschlaf erwacht zu sein und präsentiert endlich mal wieder eine tolle Fotografie-Ausstellung. Im Haus der Kunst wird zum ersten Mal eine umfassende Präsentation der Werke Thomas Ruffs gezeigt. Unbedingt sehenswert! Hier meine Highlights:








Montag, Februar 27th, 2012 Allgemein 2 Kommentare

Nobody´s Perfect…

Sonntag, Februar 19th, 2012 Allgemein 1 Kommentar

Ein großer Meister, der keiner sein will

Für all die, die es nicht in die Neue Nationalgalerie nach Berlin schaffen, um Gerhard Richters sensationelle Ausstellung “Panorama” zu sehen:


Mittwoch, Februar 15th, 2012 Allgemein Keine Kommentare

What A Shame…

Kommen wir zuerst zur eigentlichen Frage: Wie kann es passieren, dass ein so außergewöhnlicher Film bei der diesjährigen Oscar-Nominierung völlig übersehen wurde? Irgendwie hat man das Gefühl, dass immer nur die Streifen berücksichtig werden, über die im Vorfeld ohnehin am meisten geredet wird. Sprich: Die Filme, die das größte Werbebudget haben, bei denen Steven Spielberg Regie führt oder zum wiederholten Mal die Bürgerrechtsbewegung der 60-er Jahre im Vordergrund steht.
In “Shame” von Regisseur Steve McQueen spielt Michael Fassbender einen erfolgreichen New Yorker Single, dessen Sexsucht sein gesamtes Leben dominiert. Tagsüber verzieht er sich auf die Bürotoilette, um dort zu masturbieren, in der Nacht hat er Sex mit ihm unbekannten Frauen oder Prostituierten. Als seine problembelastete Schwester zu ihm zieht, fühlt er sich in seiner Freiheit beraubt. Ohne zu merken, dass diese bereits auch zuvor nicht existent war. Er ist ein Junkie, der nach jedem Akt eine gewisse Scham verspürt, die sich erst durch den nächsten Akt wieder austilgen lässt. Durch die Anwesenheit seiner suizidgefährdeten Schwester kommt er auf Entzug und merkt durch seinen Egoismus nicht, wie sehr sie doch seine Hilfe nötig hätte.
Sieht man “Shame”, muss man unweigerlich an “American Psycho” mit Christian Bale denken. Doch Steve McQueens Fassung vom Yuppie-New Yorker, der an der Anonymität und Schnelllebigkeit seiner Zeit scheitert, ist ehrlicher, realistischer und um einiges bewegender. Michael Fassbender hätte für seine Darstellung zumindest eine Oscar-Nominierung verdient. Ein Blick, eine Bewegung oder eine Träne – und wir brauchen keine Worte mehr. Statt zu reden wird gefühlt. Die Szene in der Subway, als der Hauptdarsteller die ihm gegenüber sitzende Frau mit seinen Blicken und Gedanken fast auszieht, gehört meiner Meinung nach zu den gelungensten Augenblicken in der Filmgeschichte. Und Carrey Mulligan, die ja bereits für “An Education” schon mal für den Oscar nominiert war, singt die schönste Version von Frank Sinatras “New York, New York”, die ich je gehört habe.
Ein Film, der ein neues New York zeigt. Ein New York als Hafenstadt voller verlorener Menschen, die beim Streben nach Status, Geld und Sex irgendwo auf der Strecke geblieben sind, aber dennoch weiter funktionieren müssen. Und dies manchmal nicht mehr wollen.

Sonntag, Februar 5th, 2012 Allgemein 1 Kommentar

R.I.P Mike Kelley


Ein weiterer toller Künstler, der nicht mehr unter uns weilt. Mike Kelley wurde primär durch seine Installationen und Videos bekannt und dadurch zu einem der einflussreichsten Künstler seiner Generation. Vor allem seine Werke aus ausgestopften Plüschtieren wurden zum Markenzeichen des in der Nacht zum Mittwoch verstorbenen Künstlers. Was auf den ersten Blick oftmals wie kindlich naive Zusammenstellungen von Kuscheltieren aussieht, war in Wirklichkeit die schonungslose Ergründung der menschlichen Psyche und die Darstellung von Traumata und Psychosen der Gesellschaft. 1995 zeigte das Münchner Haus der Kunst die erste Retrospektive seines Schaffens. Auch im Brandhorst Museum befinden sich 2 Werke Kelleys.
Die Polizei vermutet, dass Kelley Selbstmord begangen hat. Ein Künstler, der vielleicht von außen so geordnet und sympathisch wie seine Kunstwerke aussah, aber dann doch im Innersten die gleiche Zerrissenheit und Leere gefühlt hat, wie seine Plüschtiere es symbolisieren sollten.

Samstag, Februar 4th, 2012 Allgemein Keine Kommentare