Allgemein
5 Euro ins Phrasenschwein
Interessant ist das neue schön.
Donnerstag ist der neue Freitag.
Grau ist das neue Schwarz.
Ansehen!
In meinen Augen einer der bewegendsten Filme dieses Jahres und obwohl ich Susanne Biers Streifen “In einer besseren Welt” auch sehr gut fand, hätte er dann doch eher den Oscar für den besten fremdsprachigen Film 2011 verdient gehabt. Ein Film der offenbart, wie glücklich sich all die Menschen schätzen können, die in einem Land ohne Krieg leben. Und der auch die Geschichte eines wunderschönen Landes zeigt, das leider 20 Jahre lang von einem Bürgerkrieg heimgesucht wurde, bei dem es 90.000 Todesopfer, 115.000 Verletzte und 20.000 Vermisste gab und 800.000 Menschen ins Ausland geflohen sind. Unbedingt sehenswert!
سلطنة عمان
Kurz vorab:
Trotz eindringlicher Warnungen habe ich selbst nach acht Tagen Oman kein einziges Kamel entdeckt.

Dafür aber andere süße vierbeinige Zeitgenossen, die sich auf 2000 Metern Höhe im Gebirge des Jabal Akhdar herumtreiben und sich perfekt an ihre Umgebung angepasst haben.




Da geht´s diesen Vierbeinern aber definitiv besser als ihren Freunden im Tal unten. Denn die werden auf dem Markt gerade verkauft.


Wobei man festhalten muss, dass die Tiere hier um einiges besser als in Deutschland transportiert werden – sie haben viel mehr Platz und auch ausreichend zu Essen “an Bord”.
Ansonsten scheint für die Omanis die Eingangstür ein wichtiges Statussymbol zu sein. Während in Deutschland ja eine Tür wie die andere aussieht, hat man sich hier mit deren Gestaltung enorme Mühe gegeben und so steht man vor wahren Kunstwerken. Wobei mich als Frau natürlich die vielen Herzchen auf den Türen erfreut haben…



Ein weiteres Statussymbol scheint bei Männern der Dolch zu sein. Gibt es übrigens in der Stadt Nizwa an jeder Ecke zu kaufen.

Und ist dann auch gleich auf den WC-Zeichen vermerkt…

Aber zumindest hat man so den Unterschied zu den Frauen erkannt:

Der Oman. Ein wunderschönes, spannendes Land, das im Gegensatz zu Dubai noch ursprünglich und authentisch ist und seine Kultur bewahrt hat. Mit extrem netten, höflichen Menschen. Die einem wieder bewusst machen, dass das Bild der arabischen Welt, welches wir momentan in den Nachrichten vermittelt bekommen, unseren Eindruck irgendwie in eine seltsame Richtung lenkt. Und diese Kultur definitiv mehr zu bieten hat als die Taten einiger Radikaler, die den Ruf dieser wunderbaren Kultur in ein negatives Licht rücken. Und es – wie immer – sinnvoller ist, sich sein eigenes Bild zu machen anstatt als Fernseher, Fernhörer oder Fernwisser zu einem Urteil zu gelangen.
Wo der Ölpreis ohne OPEC und Steuern liegen würde zeigt uns das schöne Land Oman…
Somit ist Benzin in diesem Emirat billiger als Wasser.

(Aktueller Wechselkurs: 1 OMR ist 1,86 Euro.)
Bei dem Benzinpreis weiß man jetzt auch, warum der Sultan von Oman privat so ein Boot fährt:

So langsam habe ich das Gefühl, “Bauer sucht Frau” ist ein Fall für Amnesty International…

Erstes Treffen.
Sie: ” Du ich hab das Gefühl, wir kennen uns schon ne halbe Ewigkeit.”
Er: ” Mhm. Aber woher kennen wir uns?”
R.I.P.

If you live each day as if it was your last, someday you’ll most certainly be right.
(Steve Jobs, 2005)
Wäre es nicht der Ernst, wäre es zumindest lustig.

Aufgrund der aktuellen Berlin-Wahlen habe ich mir heute zum ersten Mal das Wahlprogramm der Piratenpartei angeschaut. Unabhängig davon, dass man darüber diskutieren kann, ob wirklich jeder das Recht haben sollte, sich Filme und Musik legal kopieren zu dürfen und ob Cannabis wirklich etwas in der Gemüseabteilung eines Supermarktes zu suchen hat, sollte es einem normal denkenden Menschen schon Angst machen, dass diese Partei so gar keine Ahnung von Wirtschaft, Bildungswesen oder Außenpolitik hat.
Rüge nach Hamburg…

..und zwar an die Zeitschrift “GALA”.
Wenn man sich als Hamburger Blatt schon an einen Oktoberfest-Überblick traut – was ja prinzipiell sehr löblich ist – sollte man auch genau recherchieren. Denn am 3. Oktober endet das 178. Oktoberfest – nicht das 201.!
1810 fand zwar die Hochzeit des bayerischen Kronprinzen Ludwig mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen statt, aber seitdem hat die Wiesn nicht durchgehend stattgefunden. So fand beispielsweise während des Zweiten Weltkrieges und darüber hinaus (bis 1949) kein Oktoberfest statt.
Manchmal schäme ich mich für München…
Gestern Abend. 21 Uhr. Käfers Wiesnschänke.
Ich sitzend. Er stehend, direkt hinter mir.
Ich: “Du, sei doch so lieb und pass auf meine Haare etwas auf, irgendwie ziehst du da die ganze Zeit dran.”
Er: “Hey, ich bin der Neffe von Michael Käfer, ich kann den jederzeit anrufen.”
Ich: “Alles gut, lass einfach meine Haare in Ruhe.”
Stille.
Er (immer aggressiver): “Hey. Ich komm aus Grünwald. Ich kenn´ hier alle! Ausserdem bin ich Gastronom!”
Ich (dezent genervt): “Mir total wurst, wer du bist und woher du kommst – lass einfach meine Haare in Ruhe!”
Er: “Ich ruf jetzt meinen Onkel an!!!”
Ging, wild tippend ins Telefon und war nie wieder gesehen.
Im hart umkämpften Berliner Hotel-Wettbewerb…
…müssen sich die Hoteliers schon was einfallen lassen, um sich von der Konkurrenz abzuheben.
Ob die “Minibar für Erwachsene” im Berliner Soho House – bestehend unter anderem aus einem Deep Throat Cup, Handschellen, einem Vibrator und Doppel-Lutscher – hierbei von Vorteil ist, wird sich noch herausstellen. Amüsant ist die Idee auf alle Fälle.
Ganz ganz ganz ganz ganz ganz großes Kino!
Zugegeben – ich bin kein Fan von deutschen Filmen. Denn scheinbar kennen deutsche Regisseure nur schwarz oder weiss. Blödsinn oder Betroffenheit. Dazwischen gibt´s nichts. Sprich: Entweder es werden Themen wie Nationalsozialismus oder RAF-Vergangenheit präsentiert, oder aber es wird der 90-Minuten lange Versuch unternommen, einen permanent lustigen Film zu machen, vorwiegend mit irgendwelchen Komikern, die im Fernsehen schon recht gut funktioniert haben.
Bis ich dann “Männerherzen 2″ von Autor und Regisseur Simon Verhoeven in der Pressevorführung gesehen habe. Und feststellen musste: Es geht doch noch. In Deutschland einen Film zu machen, der einen sowohl zum Lachen, aber auch zum Nachdenken anregt. Und der endlich mal nicht überzogen ist.
Die Fortsetzung von “Männerherzen” hat einen großen Vorteil: Sie führt ihre Protagonisten nicht vor, verrät sie nicht. Im Gegenteil. Man liebt jeden einzelnen von ihnen für seine Fehler, Mankos, Irrungen und Wirrungen, die das Leben so mit ihm treibt. Denn während Filme mit Hau-Drauf-Mentalität einen Tom Gerhardt zeigen, der sich über ein gesamtes Büffet übergeben muss und der Zuschauer sich mit diesem definitiv nicht identifizieren kann und möchte, kennt man die Männerherzen-Charaktere Niklas, Philip, Günther, Susanne oder Nina aus dem wahren Leben. Man liebt sie, versteht sie und leidet mit ihnen, statt sich für sie zu schämen. Meiner Meinung nach eine neue Art von Humor, den man lange Zeit im deutschen Kino vermisst hat, und welchen selbst amerikanische Filme nur selten liefern können, zuletzt vielleicht “Cedar Rapids” von Miguel Arteta.
Und was auch ganz untypisch ist für einen deutschen Streifen: Es ist ein Episodenfilm. Während die Amerikaner wiederum entdeckt haben, dass solche Filme, wo der Zuschauer auch mal ein bisschen mitdenken muss, äußerst angesagt sind (siehe “L.A. Crash”, “Babel” oder “Tatsächlich Liebe”), hat das in Deutschland bis dato noch niemand erfolgreich realisiert. Aber genau das macht den Film aus: Ernsthafte Themen mit Tiefgang (Wotan Wilke Möhring als cholerischer Familienvater, der im Knast sitzt) wechseln sich mit skurill-zeitgemässen Gags ab (Justus von Dohnányi als abgehalfterter Schlagersänger Bruce Berger).
Der größte Charmeur des Films ist meiner Meinung nach Christian Ulmen. Während er sich in der Realität die attraktive Collien Fernandes unter den Nagel gerissen hat, kämpft er im Film mit den Tücken der ersten sexuellen Annäherung an die neue Partnerin. Doch auch Bruce Berger hat durchaus seine sympathischen Seiten. Schließlich weiss ich jetzt, dass es Menschen gibt, die definitiv noch mehr Nasenspray vernichten als meine Wenigkeit.
Fazit des Films:
- Von Florian David Fitz wird es noch gefühlte 100 weitere Fanpages bei Facebook geben.
- Till Schweigers Sex-Tipps sollten nicht unbedingt beherzigt werden – auch wenn Christian Ulmen den Tiger vorbildlich umgesetzt hat.
- Alle 30-jährigen Frauen werden sich nach der Zwillingsgeburt von Jana Pallaske (alias Nina) überlegen, ob sie wirklich Kinder kriegen möchten.
- Eine Zoohandlung ist definitiv die bessere Flirt-Location als ein Club und:
- Ein zweiter Teil kann sogar noch besser sein als der erste.
Outsch…
George Clooney ist ja Friedensbotschafter der Vereinten Nationen, hat letztes Jahr den Bob Hope Humanitarian Award verliehen bekommen und zeigt auch sonst in seinen selbst produzierten Filmen soziales Engagement. Nur bei der Auswahl seiner Kaffee-Firma, für die er Werbung macht, hat er anscheinend kein glückliches Händchen bewiesen.
Mal schauen, ob ihn dieser Spot erreicht. Witzig ist er auf alle Fälle.
Polanskis Kammerspiel
“Carnage” ist die Verfilmung des erfolgreichen Theaterstücks “Gott des Gemetzels” von Yasmina Reza. Am Donnerstag hatte der Film Premiere auf den Filmfestspielen in Venedig. Leider erst ab Ende November in den deutschen Kinos…
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